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Die Sieben Kelche

Die Sieben Kelche – Hörbuch

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.12.2010 unter Auszug, Die Sieben Kelche, Podcast

Von Norman Liebold eingesprochene Passagen aus Liebold, Norman: Die Sieben Kelche, Siegburg 2003.

Buch 1, Kapitel 1: Der Kelch des Gifts
Buch 1, Kapitel 5: Narrentanz
Buch 2, Kapitel 1: Nebelland
Buch 2, Kapitel 7: Der wahre Weg



[Norman Liebold, 12.12.2010
Auszug, Die Sieben Kelche, Podcast
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Die Sieben Kelche – Buch 3 Kapitel 3

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.05.2001 unter Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen

Buch 3.3.: “Die Statue des Feuers”

[…]
Mit dem ersten Tone schon begann
das Rankengewucher um den Podest
wild zu peitschen. Der Stein erzitterte,
Risse zeigten sich, haarfein zuerst,
dann immer breiter klaffend,
und mit einem Bersten zerbrach er
in eine Wolke von weißem Staub.

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[Norman Liebold, 12.05.2001
Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen
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Die Sieben Kelche – Buch 3 Kapitel 1

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.05.2001 unter Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen

Auszug: Buch 3.1: Auszug aus “Drachenritt”

Nicht lang dauert’ es, und vor mir die Stade,
sie war ganz Schlangenleib an Schlangenleib,
ein jeder riesenhaft und golden schimmernd,
und umeinanderschlingend waren sie
gleich einem Leib mit einem Dutzend Häupten:
Ein Dutzend Häupter schauten in mich hinein
mit rädergroßen, unendlich weisen Augen.

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[Norman Liebold, 12.05.2001
Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen
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Die Sieben Kelche – Buch 2 Kapitel 3

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.05.2001 unter Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen

Buch 2.3: “Das Zweite Tor”

Lange strich ich zwischen den Gräbern umher,
der Mond wanderte
über sternenklares Firnament.

Ich las die Aufschriften der Gräber,
Hier ruht in Gott und Selig die im Herrn gestorben,
fühlte die tiefe Leere in mir und fragt mich,
was der Tod wohl sei – mir schien er
ein tröstlich kühler Wind, der sanft
Wolken vor sich treibt, und darinnen
man nicht denken mußt’, und ich
begann mich nach ihm zu sehnen.

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[Norman Liebold, 12.05.2001
Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen
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Die Sieben Kelche – Buch 1 Kapitel 3

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.05.2001 unter Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen

Auszug: Buch 1.3: Auszug aus “Die Spieluhr”

[…]
“Woher hast Du das?” fuhr ich sie an,
“Und woher stammt die Melodie darauf?”

Sie lächelte, schaut mich an mit einem Blick,
der so warm war, daß es mir das Herz zuschnürt’:
“Du hast so oft verzaubert mich”, so sprach sie leis,
“Mit Deines Flötenspieles weichem Klang,
mir schien, als sähe ich dann vor mir
ein weites, wunderschönes Land, darin
Rosen ewig blühend unterm Monde steh’n.
Da schrieb ich sie mir auf in der Notenschrift.
Ich ging zu einem Freund, der ein Bastler ist
und Spieluhren macht sich selbst und anderen zur Freud’,
und der, der baut’ die Spieluhr mir, Ton für Ton,
wie ich’s aufgeschrieben hatt’.”

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[Norman Liebold, 12.05.2001
Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen
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Die Sieben Kelche – Buch 1 Kapitel 2

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.05.2001 unter Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen

Buch 1.2: Auszug aus “Die Melodie”

[…]
das Gift war in meinen Adern, fraß sich tiefer
und trieb mich voran. Ich suchte in den Zeichen,
doch nur eines kannte ich: Das war die Melodie,
die der Fremde einst gespielt.

Vielfältig widergespiegelt traf ich ihre Fetzen
hie und da auf meinen Wegen:
In Bildern, Büchern, Symphonien,
in der Wälder Stille, der Tiefe eines See’s.
Ich schnitzte aus einem Baume eine Flöte mir
und versuchte langsam tastend die Weis’ zu finden.
Doch was ich auch tat, ich traf sie nicht,
kaum hatte ich, mich selbst vergessend
ein paar Töne heraufbeschwor’n,
da schwebten sie schon mit dem Wind davon
und ließen sich nimmer wiederfinden.

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[Norman Liebold, 12.05.2001
Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen
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Die Sieben Kelche – Buch 2 Kapitel 5

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.05.2001 unter Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen, Roman

Auszug aus dem “Buch des Wandels”, drittes Tor

Habt Ihr je die schwarze Pantherkatze durch die Wälder streifen seh’n, den Wolf? Mögen sie auch langsam geh’n, sie gleichen einer Feder, zum Zerbersten gespannt, und jeden Augenblick vermögen sie über Meter und Meter im Sprunge hinzufliegen, um niederreißend die mächt’gen Kiefer in Ihr Opfer hineinzuschlagen – so ging auch die Gestalt, die aus dem zerborstnen Spiegel getreten war. Hochaufgerichtet zwar, auf zwei Beinen, doch ebenso angefüllt von ungeheurer Kraft. Mochte sie auch häßlich sein und verwachsen – Macht strahlte sie dennoch aus, düstre Macht. Ohn Straucheln schritt sie auf mich zu, die Dornen wichen vor ihr zurück, so schien’s, und wie sie vor mir stand, zu mir hinunterblickt, wanden sie sich zärtlich fast um ihre Beine, gebaren nicht Dornen länger, sondern schwarzsamt’ne Blüten, die sie zu liebkosen schienen.
“Danke!” sprach der finstere Gesell. Hohn, schien mir, war in seiner Stimme. “So lange war ich gefangen in dem ewig schwarzen Spiegel, nichts war da als Dornen, Finsternis und Schmerz und sieh mich an: Das hat es aus mir gemacht!”

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[Norman Liebold, 12.05.2001
Auszug, Die Sieben Kelche, Kunstmärchen, Roman
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