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Krähe und Nachtigall

Krähe und Nachtigall: Zwei Lämmer (1996) – Hörbuch

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.12.2010 unter Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Podcast, Volltext


Zwei Lämmer, gelesen von Autor




[Norman Liebold, 12.12.2010
Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Podcast, Volltext
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Der Drachenpriester (Hörbuch)

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.12.2010 unter Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Podcast


Der Drachenpriester aus Krähe und Nachtigall, gelesen von Autor.




[Norman Liebold, 12.12.2010
Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Podcast
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Krähe und Nachtigall

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.05.2003 unter Auszug, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen

Aus der Rahmengeschichte, Anfang und Ende | Leseprobe als PDF

Weitere Leseproben:

  • Von Elfen und Häusern (1996)
  • Krähe und Nachtigall: Zwei Lämmer (1996) – Hörbuch
  • Krähe und Nachtigall
  • In des Gottes Ei (1996)
  • Ein Ast vom Baum des Lebens (1997)
  • Die Sage vom ewig Kämpfenden Ritter (1996)
  • Die Ballade von Nadir (1998)
  • Der Drachenpriester (Hörbuch)
  • Der Argonautische Goldvließraub (1999)

  • Die Krähe war der Anfang vom Ende. Sie saß auf einem Ast, in den Bergen um Egigir, saß dort und schaute mich an mit schiefgelegtem Schädel. Ihre Augen waren schwarz wie poliertes Glas, und es war mehr darin, als in Vogelaugen sein darf. Sie schauten und schienen mich auszulachen. Als ich den Stein vom Boden nahm und ausholte, ihn nach ihr zu werfen, begann es. Der Vogel machte einen geruhsamen Schritt zur Seite, und der Stein flog an ihm vorüber, das Gefieder gerade streifend. Er krächzte – es war ein Lachen, dessen bin ich mir gewiß. Als er aufflog, mit den Flügeln rauschend, da warf ich ihm einen zweiten Stein nach, einen dritten. Ich lief ihm nach, und kaum daß er sich irgendwo niedersetzte, scheuchte ich ihn auf mit Stein um Stein.
    Ich traf ihn nie, und ich warf viele Steine. Ich wunderte mich nicht, daß die Krähe auf mich zu warten schien, blieb ich zurück, wunderte mich nicht, daß sie am Morgen auf dem Baum vor dem Hotel saß und mir entgegenkrächzte, wunderte mich nicht, daß sie mich auf dem Schiff begleitete, das mich übers Mittelmeer zurück nach Europa brachte. Ich verfolgte die Krähe nicht, sie führte mich. Aber das weiß ich heute, damals war nur Zorn gegen den Vogel in mir und der Wille, sie zu verfolgen bis ans Ende der Welt.

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    [Norman Liebold, 12.05.2003
    Auszug, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen
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    Der Argonautische Goldvließraub (1999)

    Von Norman Liebold geschrieben am: 05.05.1999 unter Buch-Leseproben, Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Podcast, Volltext


    Der argonautische Goldvliessraub, vom Autor gelesen.


    Als die Argo lag im Hafen, und die Mannen nichts als soffen und in Hurenhäuser gingen, sie, die starken Edlen, des Traums beraubt vom Sinn des Lebens; als so sie, nicht länger glaubend an das goldne Vließ, durchaus nichts mehr waren als Säufer und Hurenbeigelegene, da kam eine weiße Taube dahergeflogen, schön und wie aus einer andren Welt und hielt in ihrem Schnabel ein goldne Locke. Nirgends sonst gab’s, das wußte man, und mehr als die Andren noch die Argonauten, so fein gesponnes Gold, und nur von Einem konnt es stammen: Nämlich vom Vließ, dem Goldenen.

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    [Norman Liebold, 05.05.1999
    Buch-Leseproben, Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Podcast, Volltext
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    Die Ballade von Nadir (1998)

    Von Norman Liebold geschrieben am: 06.05.1998 unter Buch-Leseproben, Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Prosalyrismen, Volltext

    Sagt, kennt Ihr die Geschichte von Nadir, dem König ohne Königreich, dem Streiter in Gottes Namen? Ihr habt noch nie gehört von Nadir und seinen hundert Mannen? So lauschet auf, ich will Euch erzählen, wie es Nadir erging, vom Kreuzzuge heimgekehrt!

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    [Norman Liebold, 06.05.1998
    Buch-Leseproben, Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Prosalyrismen, Volltext
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    Ein Ast vom Baum des Lebens (1997)

    Von Norman Liebold geschrieben am: 06.05.1997 unter Buch-Leseproben, Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Prosalyrismen, Volltext

    Ein Ast bin ich,
    Vom Baum des Lebens
    Der droben steht auf jener Klippe
    Zwischen Gottes Welt und Chaos.Ein Ast bin ich,
    Ein Teil des Ganzen,
    Abgerissen durch Ichweißnichtwas
    In längst vergessnen Zeiten.

    Ein Ast bin ich
    Im Chaos treibend,
    Herabgestürzt vom Alleswissen
    Hinein in Zweifel und Vergessen.

    In der Fremde treibe ich
    Treibe umher,
    Ein Stück der andern Welt,
    Dessen Träume vom Wissenkönnen faseln.

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    [Norman Liebold, 06.05.1997
    Buch-Leseproben, Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Prosalyrismen, Volltext
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    Von Elfen und Häusern (1996)

    Von Norman Liebold geschrieben am: 06.05.1996 unter Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Podcast, Volltext


    Von Elfen und Häusern, gelesen von Autor


    In einem fernen und längst vergessenen Lande waren die Häuser der Menschen einst lebendige und fühlende Wesen. Viele von ihnen wurden von den Menschen gepflanzt, wie man Bäume pflanzt, aber einige wuchsen auch wild. Ganz langsam wuchsen die Häuser heran, es dauerte ein, zwei Dutzend Jahre, bis man sie beziehen konnte.
    Wenn sie noch klein waren, tollten die kaum rindergroßen Häuschen wild umher, tummelten sich zwischen den Alten ihrer Art und stellten sich lebhaft vor, wie es wohl sein würde, wenn sie endlich bewohnt würden.
    Irgendwann dann, etwa mit einem Dutzend Jahren, schlugen sie Wurzeln an der Stelle, wo einst ihr Same aus dem Erdreich gekeimt war. Sie begannen, sich auf das Bewohntwerden vorzubereiten, machten ihre Fassaden schön, richteten ihr Inneres praktisch und wohnlich ein und lockten die Menschen mit dem Widerspiegeln der Sonne in ihren blanken Fenstern. Bewohntwerden ist der Lebenssinn eines solchen Hauses.

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    [Norman Liebold, 06.05.1996
    Ganze Geschichten, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Podcast, Volltext
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    In des Gottes Ei (1996)

    Von Norman Liebold geschrieben am: 06.05.1996 unter Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Volltext

    In fernen Zeiten, fern wie der Himmel selbst, lebte einst ein mächtiger Zauberer, der war berühmt in allen Landen, denn keine Magie war mächtiger als die Seine. Weise war er, auf alles wußte er Antwort und für jeden hatte er jederzeit guten Rat. Niemand wußte, wie alt er war; die ältesten Überlieferungen berichteten schon von ihm, und sie verloren sich in grauen Zeiten, wo die Menschen noch in Fellen über die Hügel und durch die Wälder zogen, des Nachts frierend und vor Angst zitternd zusammenhockten und kein wärmend Feuer kannten.Er lebte im Zentrum der Stadt; eine steile Felsenklippe ragte dort aus der Ebene, und sie wurde von dem weißen Turm des Magiers wie von einem erhobenen Zeigefinger gekrönt.

    Manchmal, des Nachts, konnte man sehen, wie helles Licht, Licht, das nicht von dieser Welt zu stammen schien, aus den hochgewölbten Fenstern drang, sich spinnwebfein verwob und als leichte Nebelschwaden über die Lande trieb.

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    [Norman Liebold, 06.05.1996
    Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Volltext
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    Die Sage vom ewig Kämpfenden Ritter (1996)

    Von Norman Liebold geschrieben am: 06.05.1996 unter Buch-Leseproben, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Volltext

    In einem längst vergessenen Lande, viele Träume weit hinter den großen Nebeln zwischen Hier und Dort, rauschen die Wipfel eines uralten Waldes im Winde. Er reicht von Horizont zu Horizont, und niemand weiß zu sagen, wo er beginnt, und wo er endet.
    Auf seinen Lichtungen, plötzlich lichtdurchflutet sich dem Auge öffnend, äsen Einhörner seit Menschenangedenken, und unter den Wurzeln seiner Bäume graben Zwerge und Gnome ihre Schächte auf der Suche nach Erz und Edelsteinen. Und des Nachts, wenn die Nebel steigen, tanzen die Elfen als glühende Lichtfunken zwischen den mächtigen Stämmen. Die letzten Riesen stampfen hier ihre Wege, und auch die Letzten der Drachen schüren in diesem Lande ihren feurigen Atem.
    In diesem Walde nun gibt es eine Lichtung, und jede Nacht kann man dort das Klirren von Schwertern und das Geschrei und Gekeuch zweier Kämpfender hören. Denn jede Nacht, seit einer Ewigkeit nun schon, kämpfen hier zwei Ritter einen ewigen Kampf.

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    [Norman Liebold, 06.05.1996
    Buch-Leseproben, Krähe und Nachtigall, Kunstmärchen, Volltext
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