Das Kuriositätenkabinett ist eine Geschichte für sich, genau genommen: Geschichten für sich.
Zum Beispiel solche, die einfach nur so grausam schlecht sind, daß sie mich am Boden liegen lassen vor Lachen. Ohne mich einer angebrachten Arroganz schuldig machen zu wollen, möchte ich anmerken, daß dies in der Hauptsache damit zu tun haben mag, daß diese Geschichten ungemein alt sind. “Genie ist zehn Prozent Inspiration und neunzig Prozent Transpiration.”1 Und vor allem Übung. Zudem ist es einfach sehr amüsant zu sehen, was man in der Schulzeit so fabriziert hat – und zuweilen stecken da Ansätze drinnen, die sich bis heute hindurch ziehen.
Zum anderen finden sich hier auch Geschichten, die mir irgendwann nicht mehr gut genug waren, um weiter publiziert zu werden, obwohl sie nicht so schlecht sein mögen. Es wird hie und da nach Ihnen gefragt, und so ist das Kuriositätenkabinett auch eine Art Archiv für nicht wieder aufgelegte Texte.
Sicher, ich hätte es auch die “Trash-Ecke” nennen können, aber ich finde, “Kuriositätenkabinett” ist treffender und hübscher.